GESCHICHLICHE ANGABEN - NEIDHART ...

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1 - Nithart / Neidhart im deutschsprachigen Raum

Im 8. und 9. Jahrhundert findet man Nithart-Erwähnungen u.a. in Franken und im Bodenseeraum. Als Familienname taucht Nithart erstmals um 1200 auf. Wo der eigentliche Ursprung dieses Familiengeschlechtes zu suchen ist, dürfte kaum jemals geklärt werden. Es scheint aber, dass das heutige Oesterreich sowie Süddeutschland (Schwaben) die Wiegen dieses Geschlechtes sein könnten. Aber auch im Oberelsass taucht bereits um 1240 dieser Familienname auf (siehe dazu Seite www.philippe.nithart.com.)

Ob es sich beim Minnesänger Neidhart von Reuental (ca. 1180 - 1245) um einen Vor- oder Nachnamen gehandelt hat, bleibt umstritten.

In Klosterneuburg (Oberösterreich) wird der Nachname erstmals um 1250 erwähnt. Möglicherweise handelt es sich dabei um Nachkommen des Minnesängers. Politische Gründe zwangen dann offensichtlich einige der in Oesterreich ansässigen Neidhardt-Familien abzuwandern. Bei den in Ulm erstmals 1314 erwähnten Neidhardt dürfte es sich um solche Emigranten gehandelt haben. Die Ulmer Neidhardt brachten es zu Ansehen und besetzten bis ins 16. Jh. wichtige Aemter. Die Neidhardtkapelle im Ulmer Münster zeugt von der Wichtigkeit dieses Geschlechtes.

Ab dem 16. Jh. findet man grössere Neidhart-Vorkommen auch in Augsburg, Nürnberg, Schleiz sowie in der Bodensee-Region.

Durch Auswanderungen ab dem 18. Jh. ist der Name auch ausserhalb Europas anzutreffen. Die Schreibweisen variieren nach wie vor. (siehe dazu auch die Seite Variationen des Familiennamens "Nithart")

Bekannte Neidhart Namensträger waren u.a.: Neidhart von Reuental (Ritter und Minnesänger), Mathis Gotthard Nithart, genannt Grünewald (Maler), Johann Eberhard Neidhart (Kardinal und Grossinquisitor), August Wilhelm Anton Neidhardt; Graf von Gneisenau (Generalfeldmarschall).

 

2 - Früheste Namens-Erwähnungen im Raume Süddeutschland / Schweiz.

Die Erwähnungen in den jeweiligen Akten beziehen sich oftmals auf Besitzungen und Schenkungen in den betreffenden Orten. Über den Wohnort ist meistens nichts erwähnt.

Interessant ist die Tatsache, dass nach 900 kaum mehr Nithart-Erwähnungen in dieser Gegend auszumachen sind. Erst im 13./14. Jh. wurden wieder Nithart-Namensträger aktenkundig.

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3 - Fotos von der Neidhardt-Kapelle im Ulmer Münster

Die Neidhardt-Kapelle befindet sich in der Verlängerung des linken Seitenschiffes.

Ueber dem Zugangsportal steht die Jahreszahl 1444 (Baubeginn der Kapelle) und das Wappen der Ulmer Neidhardt: ein Kleeblatt auf einem Dreiberg.

Eingeweiht wurde die Kapelle im Jahre 1450.                         

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(die Neithardt strasse in Ulm).

 

 

Grundriss, Neithardt-Kapelle

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